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Reise-Blog: Malediven

Malediven – des Europäers schönster Urlaubstraum

Die Malediven stehen bei deutschen Reisenden unangefochten auf Platz 1, wenn es um die Frage nach dem perfekten Traumurlaub geht. Auch Nicole hat sich das Inselparadies mal näher angesehen – zwei Inseln und zwei ganz unterschiedliche Urlaubserinnerungen.

Einmal im Leben müssen wir da hin – da waren wir uns einig. Somit begannen die Planungen für diese Reise, die so anders ist, als alles, was wir bisher so kannten. Die Erwartungen waren natürlich hoch – immerhin haben die Malediven dem Status “Traumziel” standzuhalten. Also hieß es: Flossen, Schnorchel, Taucherbrille besorgen – alles Dinge, die das Kofferpacken nicht leichter machen. Und wenn man in der Zeit zwischen den Ausflügen durch Nemos Wunderland nicht nur Schäfchenwölkchen und Palmenblätter beobachten möchte, dann sind Bücher, Spiele und gute Musik sehr zu empfehlen – wie gut, dass dies inzwischen alles elektronisch geht. Tja – und dann ging´s los – im Dezember, mit dickem Mantel und Winterboots.

Nach durchflogener Nacht erscheinen sie – so, wie man sie von Fotos kannte: unzählige kleinste und kleine Inselchen, umgeben von Riffen und türkisfarbenem Meer. Wir müssen im tropischen Malè – der maledivischen Hauptstadt – schon ein komisches Bild für die Einheimischen abgegeben haben…schwarze Mäntel, dunkle Winterstiefel….so standen wir im grellen Morgenlicht bei tropischen 30 Grad da, als hätte man uns in eine andere Welt gebeamt. So – und wie geht es nun weiter? Nein, natürlich kam keiner der üblichen Transferbusse angerollt, in den man mitsamt einer Horde anderer Ferienwilligen von einem zum nächsten Hotel fährt…Natürlich wollen nur wir nach Makunudu und deshalb wartet ein Boot auf uns: Koffer drauf, hingesetzt und ab geht´s. Der Transfer als Bootsausflug – spitze! Begleitet von fliegenden Fischen “fliegen” auch wir vorbei an vielen kleinen Inseln bis nach Makunudu.

Makunudu – kleines Inselidyll für Verliebte

Makunudu entspricht dem klassischen Clichée-Bild einer Malediven Insel: Winzig-klein, lässt sich das Kleinod im Nord-Malé Atoll locker in 30 Minuten zu Fuß umrunden. Die Insel ist beliebt bei Honeymoonern aus aller Welt – kuschelig ist es hier auf jeden Fall in jeder Hinsicht. Ein schönes Ritual: Für jedes Flitterwochen-Paar wird auf der Insel ein kleines Bäumchen gepflanzt.

Wir wohnen in einem der kleinen Strandbungalows mit einem Bad unter freiem Himmel (und so toll sich dies anhört – wenn man nicht gerade fanatischer Kleintierfreund ist, dann kann einem besonders in der Dämmerung und abends genau diese exotische Architektur die Romantik ganz schön verhageln…) Ok – zurück zu den schönen Dingen des Insellebens: Gegessen wird im offenen Pavillion, und zwar außergewöhnlich gut: traditionelle Gerichte, mit sehr viel Liebe und Kreativität zubereitet, machten für uns jede Mahlzeit zu einem kulinarischen Highlight. Die Passionsfrucht ist seit dem auf ewig mit unseren Malediven Erinnerungen verknüpft (Passionsfrucht = “oh, weißt du noch…auf Makunudu…dort waren die viiiieeell größer und soo lecker…”). Zwischen Kleintierjagd und kulinarischen Genüssen gingen wir auf Tuchfühlung mit den Meeresbewohnern – zumindest denen, die sich in der Nähe der Wasseroberfläche zu Hause fühlen. Ich hatte wirklich Respekt vor den Tierchen – vermutlich zu viel: so ein kleiner, bunter, freundlich dreinguckender Clownfisch beißt mich in den Finger! Und ich ahne…vermutlich bin ich die einzige Besucherin der Malediven, die von diesem possierlichen Tierchen jemals gebissen wurde. Typisch…

Kuramathi – weitläufige Insel mit Schnorchelparadies

Nach einer Woche auf Makunudu ging es mit dem Wasserflugzeug nach Kuramathi – winzig klein sind diese Flieger, gestartet und gelandet wird auf dem Wasser (…ja, Wasserflugzeug eben…). Definitiv ein irres Erlebnis! Kuramathi ist ein perfekter Kontrast zum kleinen Makunudu: Die Insel ist deutlich größer. Wer also Sorge hat, auf den Malediven am Inselkoller zu erkranken, dem sei Kuramathi für den Einstieg wärmstens empfohlen, denn man hat für maledivische Verhältnisse enorm viel Auslauf “an Land”. Dieses Mal wohnen wir in einem Wasserbungalow und damit bekommt der Malediven-Traum noch einmal eine ganz andere Dimension: Mit direktem, eigenen Zugang ins türkisfarbene Wasser und einer großen Veranda mit Blick auf das Hausriff werden hier alle Erwartungen an das Traumziel erfüllt. Wer also nicht zum Jetset gehört, für den der Indische Ozean ähnlich häufig zum Reiseziel gehört wie für Normalsterbliche die Ostsee, dem kann ich nur sagen: Gönnt Euch ein paar Tage in einem Wasserbungalow – das ist Malediven Urlaub in seiner Vollendung!

Mein ganz persönlicher Tipp und eines der größten Highlights abgesehen von Riff-Haien und Kugelfischen: Stellt Euch nachts auf die Veranda Eures Wasserbungalows oder auf einen Steg! Die nachtaktiven Fische leuchten (in der Fachsprache: fluoreszieren) – Ihr werdet diese Momente nie vergessen!

5 Tipps für´s Malediven Inselabenteuer

  1. duftneutrales Duschgel (süße Duschgele, Shampoos etc. lassen offene Bäder schnell zu einer Kleintierhandlung mutieren…)
  2. wassertaugliches Shirt mit kleinen Ärmeln (besonders für Schnorchler zu empfehlen – sonst gibt´s bösen, bösen Sonnenbrand)
  3. ein Buch über die Fischwelt der Malediven (ihr glaubt gar nicht, wofür man auf den Inseln anfängt, sich zu interessieren…)
  4. Taschenlampe (hilfreich in der Nacht)
  5. Unterwasserkamera (ihr werdet es nicht bereuen – und wenn es nur eine einfache Einwegkamera ist)

(Quelle: Nicole)

Ein Kommentar zu „Reise-Blog: Malediven

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