Veröffentlicht in Allgemein, Familie, Weltweit

Auswandern ist einfach !(?)

 

Wer kennt nicht die Sendungen wie „Goodbye Deutschland“, „Koffer zu und weg“ oder „Adieu Heimat“.
Es geht in diesen Dokus um Menschen die in ein fremdes Land auswandern. Meist mit Null Plan in der Tasche und mit noch weniger Geld.

Die meisten die im TV gezeigt werden sind Paare und Familien. Gerade Familien werden in einem fremden Land hart auf die Probe gestellt.
Die Kinder haben keine Freunde, die Umgebung ist fremd und wenn man die Landessprache nicht beherrscht, ist alles doppelt so schlimm.
Ganz zu schweigen vom Heimweh zu der Familie und den Verwandten/Bekannten.

Bis sich die Kinder eingewöhnt haben, vergeht Zeit und viele Tränen sind geflossen.

Auch wir sind vor gefühlten 100 Jahren ausgewandert. Gut, wir haben uns für ein Land entschieden welches uns und unsere Kinder schulisch, wie auch beruflich mehr bieten kann, als vorher. Im schulischen Bereich haben wir schnell feststellen müssen, das das Schweizer Schulsystem um 1 Jahr dem in Deutschland voraus ist. Meine lieben Kleinen haben im ersten Jahr stark kämpfen müssen, um das Jahr das Ihnen fehlte, aufzuholen. Aber auch beruflich wird hier in der Schweiz mehr verlangt, als wir das gewohnt waren. Weiterbildung sind hier an der Tagesordnung. Man wird hier gefördert besser zu werden, als im Jahr zuvor…

Aber zurück zu Thema „Auswandern“

Viele die man im TV sieht haben früher oder später einen Punkt erreicht, an dem es krieselt oder sogar knallt. Der Stress mit den landesspezifischen Behörden, den „Einwohnern“ und andere Dinge, zerren gewaltig an den Nerven und Beziehung der Auswanderer.

Viele stellen sich das einfach vor…
Auswandern…Wohnung und Job finden…Geld haben…Prima!

Hätte ich jetzt einen roten Buzzer, würde ich draufschlagen…

Neeeeeeeee…so einfach ist das nicht…Träumen könnt ihr nachts im Bett.
Der Weg zum Job und zur Wohnung oder Haus sind steinig und beschwerlich.

Hat man keine Wohnung, gibts kein Job – Hat man keinen Job, gibts keine Wohnung!

Dieser Teufelskreis trifft man fast auf der ganzen Welt an. Ich hatte damals Glück, das mich mein Arbeitgeber für 6 Monate in eine FeWo einquartierte. So hatte ich eine (feste) Wohnadresse und einen Job. Andere haben nicht das Glück und tun sich schwer dann Fuss zu fassen.
In diesen 6 Monaten hatte ich genug Zeit, mich zu fragen, ob das wirklich das ist was für mich und meine Familie gut ist.
Ich muss den Schweizern an dieser Stelle ein grosses Kompliment machen…egal was für Fragen oder Anliegen ich hatte, mir wurde immer sofort und kompetent geholfen.
Diese 6 Monate waren aber auch für mich und meine Familie schwer, da wir getrennt waren. Wir waren vorher niemals länger als 1-2 Tage getrennt und nun 6 Monate…Aber diese Zeit hat uns noch fester in der Beziehung werden lassen.

Gerade in den ersten Jahren scheitern viele Paare und Familien in dem fremden Land, weil sie das nicht erreicht bzw. bekommen haben, was sie sich erträumten. Viele denken auch, das das Leben genauso ist, wie in ihrer alten Heimat. Es gibt das passende Sprichwort. „Andere Länder – andere Sitten“ und genauso ist es.

Man muss ein wenig seine angeborene Mentalität abstreifen um weiterzukommen.
Ich kenne einige Auswanderer die leider dies so nicht gemacht haben und nun sind sie soweit, das sie entweder schon wieder zurück in die „alte“ Heimat sind, oder dies in der nächsten Zeit machen werden.

Wir fühlen uns hier sehr wohl und unser Freundeskreis wächst und wächst.

An dieser Stelle nochmals: DANKE für die tolle Hilfe in den Anfangsjahren und die Unterstützung.

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